Whataboutism – Warum Vergleiche Nachhaltigkeit bremsen
- lisluxmare
- 7. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Was bedeutet Whataboutism?
Der Begriff Whataboutism bezeichnet eine rhetorische Taktik, bei der Kritik oder Diskussionen durch den Hinweis auf andere Probleme abgelenkt werden.Ursprünglich aus der politischen Kommunikation des Kalten Kriegs stammend („What about ...?“), wird er heute oft in Nachhaltigkeitsdiskussionen verwendet.
Typische Aussagen:
„Warum Bienenwachstücher benutzen, wenn sie nicht vegan sind?“„Was bringt plastikfrei leben, wenn große Unternehmen weiter CO₂ ausstoßen?
Das Problem:Solche Sätze lenken von eigenem Handeln ab – und führen dazu, dass viele Menschen nichts mehr tun, weil sie das Gefühl haben, „es bringt ja sowieso nichts“.
Laut einer Studie der Umweltpsychologin Dr. Nicole Ardoin (Stanford University, 2022) führen überhöhte Ansprüche an „perfekte Nachhaltigkeit“ häufig zu Entscheidungsblockaden. Menschen vermeiden dann nachhaltiges Handeln aus Angst, nicht genug zu tun.
Warum Whataboutism nachhaltiges Handeln lähmt
Jeder Schritt zählt – und ist messbar wirksam:
Laut Deutscher Umwelthilfe (2023) verursacht jede Tonne Plastikfolie rund 1,9 Tonnen CO₂.
Allein in deutschen Haushalten werden jährlich etwa 120.000 Tonnen Frischhalte- und Alufolie verbraucht (UBA, 2023).
Ein einziges Bienenwachstuch aus Hanf ersetzt im Schnitt 20 Rollen Plastikfolie pro Jahr – das entspricht ca. 2,5 kg Plastikmüll.
Bienenwachstuch aus Hanf kaufen Wiederverwendbar, plastikfrei & handgenäht – eine einfache, messbare Veränderung.
Whataboutism verhindert diese Fortschritte, weil er das Individuum entlastet, aber die gesellschaftliche Verantwortung schwächt.
Laut einer Erhebung der University of Bath (2020) zur „Psychologie der Nachhaltigkeit“ führt moralischer Druck oft zu sogenannter Eco-Fatigue – Erschöpfung durch Überforderung.Die Folge: Rückzug statt Aktion.
Perfektionismus ist der Feind des Fortschritts
Nachhaltigkeit ist keine Einzelleistung, sondern ein System aus kleinen Entscheidungen.Wer auf Perfektion besteht, blockiert die Dynamik des Wandels.
Wie Studien zeigen:
Die EU-Kommission (2021) fand, dass 74 % der Konsument:innen gerne nachhaltiger leben würden – aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen.
Gleichzeitig führt ein greifbarer Einstieg, wie der Umstieg auf wiederverwendbare Küchenprodukte, zu langfristig stabilerem Konsumverhalten (European Consumer Behaviour Study, 2022).
Beispielhafte Alltagsschritte:
Verwendung von Bienenwachstüchern statt Einwegfolie
Nutzung von nachhaltigen Spülblöcken statt Plastikflaschen
Einkauf von Produkten mit recycelbaren Verpackungen
Bienenwachstuch Beutel entdeckenPraktisch, langlebig und handgenäht aus Hanfstoff – für bewusste Aufbewahrung ohne Kompromisse.
Was wir aus dem Whataboutism lernen können
Der wohl wichtigste Punkt:Nicht vergleichen – sondern beginnen.
Whataboutism stellt Fragen, die Stillstand erzeugen:„Was bringt mein Verhalten, wenn andere mehr Schaden anrichten?“
Nachhaltigkeit stellt dagegen Fragen, die Bewegung erzeugen:„Wie kann ich meinen Einfluss sinnvoll nutzen?“
Psychologische Studien, u. a. von der University of Cambridge (2021), zeigen, dass kleine, selbstwirksame Handlungen wie Müllvermeidung oder nachhaltige Einkäufe die Motivation für weiteres Engagement verdoppeln.Das nennt man den Positive Spillover Effect.
Reinblatt steht für pragmatische Nachhaltigkeit – Produkte, die funktionieren, ohne zu moralisieren.
Fazit – Nachhaltigkeit darf ehrlich sein
Whataboutism verlangsamt Veränderung, weil er Verantwortung relativiert.Doch echter Fortschritt entsteht, wenn viele Menschen kleine Schritte konsequent umsetzen.
Es geht nicht um Perfektion, sondern um Bewusstsein und Handlung.Reinblatt möchte zeigen:Nachhaltigkeit darf ruhig, funktional und ehrlich sein – aber nie gleichgültig.
Entdecke, wie einfach bewusster Konsum sein kann:Bienenwachstücher aus Hanf – Reinblatt.de






Kommentare